Energiemonitoring- und Controlling für das Europäisches Patentamt

Freitag, 19. Oktober 2012

Das Europäische Patentamt (EPA) hat die Siemens-Division Building Technologies mit der Implementierung eines Energiemonitoring und -Controlling in drei seiner Gebäude in München und Rijswijk (Niederlande ) beauftragt. Durch das strategisch angelegte Messkonzept zur Erfassung von Energieströmen sollen Einsparpotenziale von bis zu 30 Prozent ermittelt werden.

„Das EPA beobachtet kontinuierlich die Auswirkungen seiner Tätigkeit auf die Umwelt, um seine Ökobilanz zu verbessern. Ziel des Projektes mit Siemens ist es, unsere Energieströme zu messen und zu inventarisieren. Darüber hinaus möchten wir Einblicke in die Eigenschaften unserer Gebäude und das Verhalten der Mitarbeiter im Bezug auf die Nutzung von Beleuchtung und Klimatisierung gewinnen“, so Lars Hansen, Projektleiter beim EPA für das Eco Management and Audit Scheme.

In der ersten Projektphase wird dazu in den drei Gebäuden des EPA – jeweils mit einer Fläche von 80.000 oder mehr Quadratmetern – ein Zählerkonzept umgesetzt, das Energieströme wie Strom, Wärme, Kälte, Wasser oder Volumenströme von Heizungs-, Lüftungs-, Klima- und Kälteanlagen automatisiert misst. Dieses strategische Messkonzept Energiemonitoring und -Controlling kann sowohl Energie- und Leistungsdaten übermitteln als auch Detailinformationen über den zeitlichen Verlauf von Medienströmen, Temperaturen bzw. Temperaturdifferenzen sowie Last- und Verbrauchsspitzen liefern. Die kontinuierlich automatisiert erfassten Daten werden verdichtet und zu aussagefähigen Berichten über Energie- bzw. Medienverbrauch, Kosten und Emissionen verarbeitet. Die so geschaffene Transparenz bildet die Grundlage für weitere Maßnahmen, um den Energieverbrauch zu senken.

„Werden diese Erkenntnisse mit nachhaltiger Gebäudeverwaltung kombiniert, sind Einsparungen bis zu 30 Prozent realisierbar, wie vergleichbare Projekte gezeigt haben“, erläutert Koen Bogers, Direktor der Siemens-Division Building Technologies in Den Haag. Energiemonitoring und -Controlling ist Teil des Siemens-Umweltportfolios, mit dem das Unternehmen im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von rund 30 Milliarden Euro erzielte. Das macht Siemens zu einem der weltweit größten Anbieter von umweltfreundlicher Technologie. Kunden haben mit entsprechenden Produkten und Lösungen des Unternehmens im selben Zeitraum fast 320 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) eingespart, das ist so viel wie Berlin, Delhi, Hongkong, Istanbul, London, New York, Singapur und Tokio in Summe an CO2 jährlich ausstoßen.

Siemens Technik im Europäischen Patentamt
Siemens implementiert im Europäischen Patentamt in München (Foto) und Rijswijk (Niederlande) ein Energiemonitoring und -Controlling. Dadurch können zukünftig jährlich bis zu 30 Prozent an Energie eingespart werden. Foto: Europäisches Patentamt