Die Kombination macht‘s

Intelligenter Perimeterschutz löst reine Videoüberwachung ab

Mittwoch, 20. September 2017

Klassische Sicherheitssysteme funktionieren über elektrotechnische Kontakte und sehr einfache Schnittstellen. Kameras schalten sich bei einem Türaufbruch auf oder Aufzüge fahren im Brandfall in ein sicheres Geschoss. Dank der Digitalisierung werden auch im Bereich der physischen Sicherheit immer mehr Daten austausch- und auswertbar. Heute kann in der digitalen Videoüberwachung eine 4k-Auflösung eingesetzt werden. Die hohe Auflösung ermöglicht, dass Algorithmen wesentlich präziser arbeiten als früher. Intelligente Videosensoren analysieren die hochauflösenden Videobilder und detektieren präzise entsprechende Szenarien oder Gefahrensituationen.

Diese Videosensorik erkennt bestimmte Bewegungsmuster oder spezielle Gegenstände. Es gibt zahlreiche Video-Algorithmen etwa für liegengelassene Gegenstände, Überstieg, Menschenmassen oder Gesichtserkennung. Nachteil: Die Umgebung muss ausreichend ausgeleuchtet sein, damit das Bild auswertbar ist. Ist die Sicht der Kamera aufgrund von Witterung (wie Regen/Nebel) oder von sonstigen Faktoren (wie Tiere/Bewuchs) zeitweise eingeschränkt, steigen die Fehlalarme oder Gefahren werden nicht erkannt.

Videosensorik plus Perimetersensoren

Daher werden mittlerweile verschiedenste Sensoren zur Perimeterabsicherung kombiniert. Die Auswahl ist dabei entscheidend. Beispiel: Die Videosensorik eines Geländes mit Wasserlauf kann mit Laserscannern oder Bodensensoren ergänzt werden. Videokameras sind abhängig von den Sichtverhältnissen, Bodensensoren nicht. Die Kombination der Sensoren erhöht die Detektionsqualität, weil negative Einflussfaktoren, etwa Nebelbildung, abgeschwächt oder ausgeschlossen werden.

Moderne Perimeterlösungen werden nach dem Sektorkonzept ausgelegt. Das Gelände wird in vier Sektoren unterteilt (öffentlicher Bereich, Perimetergrenze, Freibereich und Gebäude). Für alle vier Sektoren wird die optimale Kombination von Sensoren ausgewählt, deren Empfindlichkeit definiert und miteinander verknüpft. Dank der Digitalisierung können verschiedenste Sensoren und weitere verfügbare Daten in die Analyse der Gefährdungslage einbezogen werden. Wichtig ist, dass das Sicherheitskonzept ganzheitlich ist und alle Einflussfaktoren berücksichtigt sind – etwa spezielle Kundenbedürfnisse wie Nachtanlieferungen. Nur so lassen sich die Schutzziele optimal erfüllen und die Werte der Kunden zuverlässig sichern.

Rundum sicher: Mit intelligentem Perimeterschutz wird die klassische Videoüberwachung effektiv ergänzt.