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Seit 125 Jahren erfolgreich vor Ort

Siemens feiert 125-jähriges Bestehen in Stuttgart

Siemens und die Landeshauptstadt verbindet eine lange gemeinsame Geschichte: 1881 stattete Siemens & Halske die Gewerbeausstellung in Stuttgart mit Bogenlampen aus, die von zwei Dampfmaschinen angetrieben wurden. Damit kam die erste elektrische Beleuchtung nach Stuttgart. Die heutige Niederlassung wurde am 2. Juni 1894 als „Geschäftsstelle für das Königreich Württemberg“ gegründet, ein Jahr später eröffnete Siemens & Halske das Technische Büro Stuttgart.

1912 rüstete die mittlerweile in der Alleenstraße (heute Geschwister-Scholl-Straße) ansässige Geschäftsstelle das Königlich Württembergische Hoftheater mit Wärmemeldern aus. Für den Neubau des Stuttgarter Hauptbahnhofs Anfang der 20er Jahre lieferten die Siemens-Schuckertwerke die komplette Elektroinstallation. Auch beim Bau des Stuttgarter Flughafens in Echterding setzte die Stadt 1938 auf Siemens-Technik und beauftragte Siemens & Halske mit der Lieferung und Montage der elektrischen Anlagen. 1950 baute Siemens die erste Verkehrssignalanlage Stuttgarts.

Siemens-Technik für die Schwabenmetropole

In den 60er Jahren befand sich Stuttgart in einer Phase des wirtschaftlichen Aufschwungs. 1960 wurde dreimal so viel Strom verbraucht, wie vor dem Krieg. Das spiegelte sich auch im Bedarf elektrischer Geräte wider. In vielen Gebieten fand Siemens-Technik Anwendung: Für den Neubau des Landtags, das Neue Schloss und das Württembergische Staatstheater lieferte Siemens 1961 elektroakustische und fernmeldetechnische Anlagen. 1966 wurden schließlich die Siemens-Stammgesellschaften unter dem Namen Siemens AG zusammengefasst.

In den folgenden Jahren der Modernisierung trug Siemens maßgeblich zur Stadtentwicklung in Stuttgart bei: Im Katharinen-Hospital installierte Siemens den bundesweit ersten Linearbeschleuniger für Strahlentherapie (1975), auf der Bundesautobahn Stuttgart-München montierte Siemens eine vollautomatische Stauwarnanlage (1976), nach Einrichtung einer Fernmischanlage übertrug diese Bild und Ton aus der Alten Oper (1984/85), im Gottlieb-Daimler-(früher: Neckar-) Stadion ermöglichte die Installation einer Lautsprecheranlage zum ersten Mal richtungsbezogene Beschallung (1993). Nun erreichten Bild und Ton die Zuschauer an jedem Platz aus der gleichen Richtung. Infolge des zunehmenden Geschäfts war der Platz inmitten der Stadt bald nicht mehr ausreichend. Die Siemens-Niederlassung beschloss daher, nach Stuttgart-Weilimdorf zu ziehen.

Als Beitrag zum deutschen „Sommermärchen“ im Fußball-WM Jahr 2006, stattete Siemens das Gottlieb-Daimler Stadion mit neuster Technik aus. Fünf Jahre später öffnete die Stuttgarter Stadtbibliothek ihre Tore. Bei der technischen Ausrüstung des Gebäudes lieferte Siemens Brandmeldetechnik, Einbruchmeldetechnik sowie Videotechnik mit mehreren Kameras. Auch das Mercedes-Benz-Museum setzte beim Schutz seiner Schätze auf Siemens. Stromversorgungs- und Brandmeldeanlagen sowie die Video-Überwachungsanlage stammen von Siemens. Mit der sogenannten Siemens Total Building Solution wurde der Stuttgarter Flughafen im Jahr 2012 intelligent. Das Herzstück dieses Konzepts bilden Gebäudeautomation, Brandschutz, Sicherheit, Beleuchtung sowie Energieverteilung.

2019 – 125 Jahre Siemens in Stuttgart

125 Jahre nach ihrer Gründung betreut die Siemens-Niederlassung Stuttgart als größter Vertriebs- und Servicestandort von Siemens in Deutschland die gesamte Region von der Weissacher Straße 11 aus. Zu den Kunden der Niederlassung gehören kleine und mittelständische Unternehmen ebenso wie Behörden, Kliniken und Konzerne. Siemens ist in der Region nicht nur wirtschaftlich, sondern auch gesellschaftspolitisch fest verankert. Ab 2021 wird die Siemens-Niederlassung Stuttgart ihren Sitz in Stuttgart-Zuffenhausen haben. Der neue Standort „Campus Urbanic“ in der Lorenzstraße/Schwieberdinger Straße bietet neben mehr Platz, eine ausgezeichnete Verkehrsanbindung und ein hochmodernes Arbeitsumfeld.

Werner von Siemens – auch privat mit der Stadt Stuttgart verbunden

1870 schenkte der Großunternehmer seiner zweiten Ehefrau Antonie Siemens anlässlich der Geburt ihrer gemeinsamen Tochter Hertha eine Villa in Degerloch: das „Schlößle“. Ein Glück für die Schwäbin: Denn so konnte sie weiterhin ihre Familie in Hohenheim bei Stuttgart besuchen. Ihr Vater war Professor Carl Georg Siemens, ein entfernter Verwandter des Unternehmers. Zusammen mit Antonie kam auch Werner von Siemens öfter in die Region.

06.06.2019