Die stetig fortschreitende Urbanisierung lässt sich durch grüne Mobilitätskonzepte, energieeffiziente Gebäude und intelligente Energieversorgung in Richtung Nachhaltigkeit lenken.
Mehr als die Hälfte der Menschheit lebt in Städten, Tendenz steigend. In Deutschland wohnen bereits drei Viertel der Bevölkerung in urbanen Ballungsräumen. Rund zwei Drittel der weltweit verbrauchten Energie, 60 Prozent des Wasserverbrauchs und 70 Prozent der Treibhausgase entfallen auf Städte. Nachhaltige Stadtentwicklung, zum Beispiel mit intelligenten Infrastrukturprojekten oder energieeffizienten Gebäuden, kann deshalb entscheidend zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen. Städte mit nachhaltigen Infrastrukturen bieten eine höhere Lebensqualität und steigern ihre Wettbewerbsfähigkeit.
Siemens ist Vorreiter für nachhaltige Stadtentwicklung. Unser Sektor „Infrastructure & Cities“ bietet nachhaltige Technologien für Städtebau und Stadtplanung. Dazu zählen Mobilitätslösungen, energieeffiziente Gebäudetechnik und Lösungen für Energieversorgung und Wassermanagement. Unser Umweltportfolio hilft, die Welt von heute und morgen lebenswert zu gestalten. Beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2011 wurde Siemens als Konzern mit „Deutschlands nachhaltigster Zukunftsstrategie“ ausgezeichnet.
Im Rahmen der "Sustainable Urban Infrastructure"-Reihe hat Siemens u.a. zusammen mit Vattenfall und der TU Berlin eine Studie zum Thema „Intelligente Energieversorgung für Berlin 2037“ erstellt. Unsere Publikationsreihe „Green City Index“ versorgt Städte weltweit mit Vergleichswerten, die ihnen helfen ihre Stadtplanung nachhaltig auszurichten. Der „German Green City Index“ bewertet die Nachhaltigkeit von zwölf deutschen Großstädten.
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Lebenswerte Städte brauchen eine bedarfsgerechte und nachhaltige Infrastruktur. Ständiges Wachstum führt dazu, dass vor allem Ballungsräume und Megacities ihre Infrastruktureinrichtungen optimieren müssen.
Sicherheit, Erschwinglichkeit und Umweltfreundlichkeit müssen bei der einer nachhaltigen Energieplanung im Gleichgewicht stehen. Siemens bietet Komponenten und Lösungen für die gesamte Energieumwandlungskette. Auch bei der Umsetzung der Energiewende in Deutschland können unsere Technologien einen wesentlichen Beitrag leisten. Das beginnt bei der Effizienzsteigerung in der fossilen Stromerzeugung. So überzeugt beispielsweise das Gas- und Dampfturbinenkraftwerk Irsching bei Ingolstadt durch seinen hohen Wirkungsgrad und besonders niedrige CO2-Emissionen.
In Wind- oder Solarkraftwerken erzeugter Strom muss oft über weite Entfernungen in die Verbrauchszentren transportiert werden. Das funktioniert verlustarm über Hochspannungs-Gleichstromverbindungen – eine Technik, bei der Siemens Marktführer ist. Durch den wachsenden Bedarf an Elektrizität und die Zunahme erneuerbarer Energien werden künftig intelligente Stromnetze (Smart Grids) notwendig. Siemens bietet die Technologien hierzu und kann sie zu einem intelligenten Netz miteinander verbinden. Aktuell testen Siemens und das Allgäuer Überlandwerk (AÜW) ein Smart Grid im Rahmen des Projekts „Integration regenerativer Energien und Elektromobilität“ (IRENE).
Sauberes Wasser ist von zentraler Bedeutung, vor allem wenn es um die öffentliche Gesundheit und Lebensqualität geht. Kommunale Versorgungsunternehmen tragen die Verantwortung für eine zuverlässige und sichere Wasserversorgung sowie für eine energieeffiziente Abwasserreinigung und Klärschlammbehandlung.
Siemens bietet das größte Sortiment an elektrischen Wasser- und Abwasserlösungen der Branche. SIMATIC-Prozessteuerungen und SIWA Wassermanagement-Lösungen schaffen eine nahtlos integrierte Informationslandschaft für komplette Anlagen. Innovative Visualisierungs- und Analyse-Tools erleichtern dabei die Bedienung und machen schon im Voraus auf mögliche Probleme aufmerksam.
Auch im Gesundheitswesen hat das Umdenken beim Einsatz von Energie und Rohstoffen längst begonnen. Siemens unterstützt Krankenhäuser, bei einer nachhaltigen Infrastrukturplanung. So profitieren alle Beteiligten: die Krankenhausbetreiber durch Energiekosteneinsparungen sowie durch einen deutlichen Effizienz- und Imagegewinn, die Patienten durch eine schnellere und bessere Behandlung und die Umwelt durch CO2-Reduktion. Deutschlands erstes Green+ Hospital, das Ethianum in Heidelberg ist hierbei Vorreiter: Viele Systeme, wie das Konzept für das nachhaltige Energiemanagement, modernste medizinische Geräte und die Kommunikationsinfrastruktur stammen von Siemens.
Die Besprechung eines Röntgenbilds im Ethianum Heidelberg, Deutschlands erstem Green+ Hospital.
Energieeffiziente, für den Fahrgast attraktive Mobilitätslösungen spielen eine große Rolle in der nachhaltigen Stadtentwicklung. Sie tragen dazu bei, dass man bequem von einem Ort zum anderen kommt und der CO2-Ausstoß trotzdem sinkt.
Verkehr gehört zu den größten Klimakillern – und die Mobilität in der Gesellschaft steigt weiter an. Städte und urbane Ballungsräume stehen vor enormen Herausforderungen, wenn sie den Nah- und Fernverkehr sowie den Gütertransport weiter sicherstellen und ausbauen wollen. Siemens hilft ihnen, diese Herausforderung zu bewältigen und dabei Betriebskosten im Griff und Nachhaltigkeit im Blick zu behalten.
Ein nachhaltiger, attraktiver öffentlicher Personenverkehr ist und bleibt ein entscheidender Faktor für Lebensqualität und Wettbewerbsfähigkeit in Städten und Regionen. Hybridbusse nutzen in hohem Maße Bremsenergie und sparen 30 Prozent Kraftstoff. Der Avenio ist eine komfortable und umweltfreundliche Niederflurstraßenbahn. Vollautomatische und fahrerlose U-Bahnen bieten hohes Potenzial in Sachen Kosten- und Umweltfreundlichkeit.
Für den Verkehr zwischen Städten und Ballungsräumen setzt der ICx neue Maßstäbe bei Zuverlässigkeit, Komfort und Umweltfreundlichkeit. Der modernste und umweltfreundlichste Zug der Welt verbraucht im Vergleich zu den bisher eingesetzten ICEs pro Fahrgast um bis zu 30 Prozent weniger Energie. Siemens baut bis zu 300 ICx für die Deutsche Bahn, die ab 2016 das Rückgrat des DB-Fernverkehrs bilden sollen.
Designstudie des neuen ICx: bis zu 30% weniger Energieverbrauch pro Fahrgast
Im Individualverkehr entwickelt sich Elektromobilität zur Schlüsseltechnologie von morgen. Durch Einbindung in das Smart Grid werden Elektrofahrzeuge künftig nicht nur Verbraucher, sondern Teil des Energiesystems. In Zeiten hoher Stromerzeugung – etwa bei hohen Windstärken oder intensiver Sonneneinstrahlung – speichert das Elektroauto Strom, den es in Zeiten hohen Bedarfs wieder abgibt.
Eng vernetzte Transport- und Informationssysteme helfen, den reibungslosen Verkehr in den Städten mit möglichst wenigen Belastungen für Umwelt und Menschen zu garantieren. Intelligente Verkehrssteuerung reduziert den Kraftstoffverbrauch, die Luftverschmutzung und den Lärm – etwa dadurch, dass Autos weniger häufig halten müssen. Mit einer systemübergreifenden, sogenannten „intermodalen Verkehrssteuerung“ können Verkehrsplaner die unterschiedlichen Verkehrsströme vom öffentlichen Personennahverkehr und Individualverkehr synchronisieren.
Der Flughafen München hat das größte und effektivste Parkhausleitsystem der Welt: Mobile Reservierung verkürzt die Parkplatzsuche.
Über mobile Verkehrsinformationen wie „Digital Graffiti“ können Nachrichten für individuelle Empfänger an bestimmten Orten hinterlegt werden. Die Botschaft wird dem Empfänger erst dann zugestellt, wenn er seinen gewünschten Zielort erreicht hat. Im Güterverkehr sind diese Nachrichten vor allem für Be- und Entladevorgänge an den Terminals interessant. Privat nutzen immer mehr Menschen individuelle Reiseinformationen wie Bus- und Zugdaten oder Stau- und Verzögerungshinweise.
Gebäude sind weltweit für 40 Prozent des Energieverbrauchs und etwa 21 Prozent der erzeugten Treibhausgase (CO2) verantwortlich. Mit effizienten Technologien lassen sich Stromverbrauch und CO2-Emissionen drastisch senken und der Komfort steigt.
Siemens bietet ein breites Spektrum von Produkten, die Energieeffizienz, Sicherheit und Komfort in Gebäuden über deren gesamten Lebenszyklus sicherstellt.
Bei bestehenden Gebäuden finanzieren garantierte Einsparungen Modernisierungsmaßnahmen und sichern die Wirtschaftlichkeit. Mit individuellen Finanzierungsmodellen können größere Sanierungspakete geschnürt und damit deutliche Nachhaltigkeit erzielt werden. So hat Siemens für die Sanierung des Berliner Kulturforums unter anderem 55 Energiesparmaßnahmen durchgeführt. Die garantierte Energieeinsparung von 30 Prozent bedeutet jährlich rund 6.000 Tonnen weniger CO2 und mindestens 750.000 Euro weniger Kosten.
Grüne Gebäude brauchen intelligent vernetzte Infrastrukturen, innovative Lösungen für elektrische Installationstechnik und Gebäudeautomatisierung. Arbeiten all diese Faktoren zusammen, lassen sich Treibhausgas-Emissionen reduzieren und gleichzeitig Luftqualität und Effizienz steigern. Total Building Solutions (TBS) von Siemens verbindet alle Systeme der gebäudetechnischen Infrastruktur. Der Betrieb eines Gebäudes wird einfacher, zuverlässiger und umweltfreundlicher – bei reduzierten Kosten. Eine intelligente elektrische Energieverteilung ist für energieeffiziente Gebäude besonders wichtig. Auch hier bietet Siemens mit Totally Integrated Power (TIP) Produkte und Systeme, die optimal aufeinander abgestimmt sind.
Ein technologisches Highlight plant Siemens in München: Die neue Siemens-Zentrale in der historischen Innenstadt soll eines der energieeffizientesten Gebäude der Welt werden. Trotz einer Fläche von über 45.000 Quadratmeter soll sich das Gebäude ab der Eröffnung 2016 energetisch weitgehend selbst versorgen und CO2-neutral betrieben werden. Beim Planungsprozess waren die Stadt München und die Bevölkerung mit eingebunden – ein weiterer Baustein in Sachen Nachhaltigkeit.
Moderne Beleuchtung sollte eine positive Lichtatmosphäre schaffen und dabei möglichst wenig Energie verbrauchen. Die innovativen, aufeinander abgestimmten Lichtsystemen von OSRAM verbinden die perfekte Beleuchtung mit Wirtschaftlichkeit und Umweltfreundlichkeit. Das Bucerius Kunst Forum in Hamburg stelle in Zusammenarbeit mit OSRAM sein Lichtkonzept vollständig auf energieeffiziente LED-Beleuchtung um. Die installierten DLD-Leuchten rücken die Exponate in ein optimales Licht und sparen langfristig Energie.
Nachhaltige Städte brauchen eine moderne und bürgernahe Verwaltung. Bürger und Wirtschaft erwarten von der öffentlichen Verwaltung und der Stadtplanung erstklassige Servicequalität und professionelle Leistungen – trotz knapper Finanzetats und Personalressourcen. Moderne Steuerungsmodelle und Management-Informationssysteme von Siemens ermöglichen transparente und ergebnisorientierte Arbeitsabläufe bei gleichzeitig sinkendem Kosten- und Zeitaufwand. So entwickelte und realisierte Siemens ein Call-Center für die Hansestadt Hamburg, das die Effizienz und Bürgerzufriedenheit erheblich steigerte.

Das City Cockpit unterstützt als modernes Managementinformationssystem die Stadtverwaltungen bei einer nachhaltigen Stadtplanung. Das IT-System bereitet aktuelle Informationen übersichtlich geordnet nach Themen wie Verkehr, Wirtschaft oder Umwelt auf. So genannte Unified Communications Services ermöglichen die Kommunikation über unterschiedliche Standorte und alle Medien hinweg.
Die zunehmende Vernetzung der Verwaltungen erfordert eine sichere eGovernment-Strategie, um den Anforderungen der digitalen Welt begegnen zu können. Der neue Personalausweis, der elektronische Identitätsnachweis oder die Kontrolle von Zugriffsrechten auf IT-Ressourcen sind dabei wichtige Ansatzpunkte für sichere Kommunikation, Prozesse und Dienstleistungen.
Auch die steigende Mobilität und der zunehmende internationale Güterverkehr stellen Regierungen und Städte vor neue Herausforderungen im Bereich der öffentlichen Sicherheit. Neben der Bekämpfung von Terrorismus, organisierter Kriminalität und Naturkatastrophen müssen Stadtverwaltungen für den Schutz von Gebäuden und Großveranstaltungen sorgen. Integrierte und kompatible Sicherheitslösungen von Siemens helfen Städten bei der Bewältigung dieser Aufgaben.
Nachhaltige Städte planen bei ihrer Bildungsstrategie Trends wie demographischen Wandel, Klimawandel und die zunehmende Urbanisierung mit ein. Siemens unterstützt die Städte dabei. Seit 2003 saniert das Unternehmen im Rahmen der „Energiesparpartnerschaft Berlin“ die Universität der Künste und hat sie mittlerweile mit modernen Heizungssystemen, Lüftungs- und Klimaanlagen und zentraler Gebäudeleittechnik ausgestattet. Durch die Optimierungen werden jährlich 28 Prozent Energie und 1.180 Tonnen CO2-Emissionen eingespart.

In seinem Portfolio bietet Siemens integrierte Lösungen für „Campus Technology Management“ und schafft auf den Feldern Energie, Sicherheit und Verwaltung die Voraussetzungen für besseres, sicheres komfortableres Leben und Lernen. Insbesondere Universitätsverwaltungen profitieren von effizienteren Prozessen und niedrigeren Verwaltungskosten.
Knappe Kassen der Kommunen sind kein Hindernis für nachhaltige Stadtentwicklung. Wirtschaftlichkeit lässt sich mit mehr Effizienz und Klimafreundlichkeit vereinbaren, wenn die technische Ausstattung auf dem neuesten Stand ist.
Siemens Financial Services bietet attraktive Finanzierungslösungen, die öffentlichen Auftraggebern wieder Freiräume verschaffen. Individuell gestaltete Leasingfinanzierungen ermöglichen es beispielsweise, Ausgaben an festgelegte Budgets anzupassen. Austausch, Ergänzungen und Aufrüstungen während der Vertragslaufzeit sind möglich.
Green Financing und Energiespar-Contracting helfen Kommunen bei nachhaltiger Stadtplanung.
Siemens bietet innovative Lösungen, die die Energieeffizienz steigern und damit die Energiekosten senken. Häufig lassen sich die Finanzierungsraten durch die Einsparungen abdecken, die durch eine Modernisierung erzielt werden.
Eine spezielle Variante des Green Financing ist das Energiespar-Contractingbei dem bestimmte Einsparungen durch technische Lösungen von vornherein garantiert sind. Für den Kunden ist damit die Rentabilität der Investition von Anfang an vertraglich gesichert. Dieses Finanzierungsmodell ist somit ein wichtiges Instrument in der nachhaltigen Stadtentwicklung. So garantiert Siemens bei der Sanierung des Berliner Kulturforums über eine Vertragsdauer von zehn Jahren jährlich mindestens 750.000 Euro weniger Belastung für die Kommunalfinanzen. Und bei der Modernisierung des Klinikums Bremerhaven Reinkenheide beträgt die Einspargarantie zwölf Jahre lang jährlich 520.000 Euro.
Öffentliche Auftraggeber müssen bei der Kombination aus Beratung, Installation und Finanzierung nicht selbst investieren. Sie zahlen lediglich die laufenden Raten aus den vertraglich zugesicherten und auch realisierten Energieeinsparungen: Durch die Umrüstung von 53 Ampelanlagen mit Leuchtdioden (LED) gibt Freiburg seit 2006 jährlich 155.000 Euro weniger für Strom aus. Mit dem ersparten Geld wird die Modernisierung über 15 Jahre bezahlt, danach fließen die Einsparungen komplett in die Stadtkasse.
Nicht nur öffentliche Stellen, sondern auch Unternehmen und Institutionen unterstützt Siemens mit den Financial Services und der neu gegründeten Siemens Bank GmbH. Der Schwerpunkt liegt dabei auf mittel- bis langfristiger Investitions- und Projektfinanzierung in den Segmenten Energieerzeugung und -verteilung, Verkehr und Infrastruktur, Gesundheitswesen sowie produzierendes Gewerbe. So wird nachhaltige Stadtentwicklung bezahlbar.
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