Bundesverwaltungsamt Köln

Der Kunde

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Energieagentur (dena) will die Bundesregierung im Rahmen des Projekts „Contracting in Bundesliegenschaften“ die CO2-Emissionen bundeseigener Gebäude ohne zusätzliche Haushaltsmittel um 30 Prozent senken. Eines der erfolgreichsten Projekte ist die Modernisierung und Optimierung der gebäudetechnischen Anlagen im Bundesverwaltungsamt in Köln. Dort konnte durch Energiespar-Contracting der CO2-Ausstoß um 2085 Tonnen pro Jahr gesenkt werden.

Die Aufgabe

Für die Bauabteilungen und die Betriebsdienste von Bundesbauten ist das Modernisierungs- und Finanzierungsmodell Energiespar-Contracting verwaltungstechnisch immer noch Neuland. Deshalb entschieden sich die Verantwortlichen der BVA, die Deutsche Energieagentur GmbH (dena) mit der Ausschreibung des Bieterwettbewerbs zu beauftragen. Fünf Unternehmen wurden eingeladen, anhand der durch die dena erstellten Ausschreibungsunterlagen eine eigene Grobanalyse der Liegenschaft zu erstellen, Einsparungen und Finanzierungen zu definieren und Lösungen aufzuzeigen. Jeder Bieter stellte daraufhin ein Angebotspaket aus verschiedenen Einzelmaßnahmen zusammen. Messlatte für die Auswahl der Energiesparmaßnahmen ist dabei die Wirtschaftlichkeit, das heißt, das Verhältnis von Energieeinsparung während der Vertragslaufzeit zu Investitionskosten. Durch diese marktwirtschaftliche Herangehensweise werden Lösungen mit möglichst großer Einspargarantie und CO2-Entlastung favorisiert. Im Unterschied zu anderen Contracting-Modellen steht beim Energiespar-Contracting die ganzheitliche energetische Modernisierung der Gebäudetechnik und die tatsächliche Einsparung von Primärenergie in kWh und Tonnen CO2 im Vordergrund.   Das von Building Technologies erarbeitete Angebot erfüllte die von Mitarbeitern der dena, des BVA und des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) definierten Kriterien am überzeugendsten und gewann den Bieterwettbewerb. Die anschließende Feinanalyse bestätigte die Ergebnisse der Grobanalyse, Einzelheiten wurden noch verfeinert und auf ihre Wirtschaftlichkeit geprüft. 

Die Lösung

Das Modell Energiespar-Contracting motiviert zu innovativen Effizienz steigernden Lösungen über Gewerkegrenzen hinweg. Einschneidend bei der BVA war der komplette Rückbau der Dampfversorgung sowie der Umbau des Dampf-/Heißwassernetzes zu einem 90/70 °C-Heizsystem. Dadurch konnte die Wärmeversorgung völlig neu gestaltet und an den tatsächlichen Wärmebedarf angepasst werden. Besonders signifikant sind die Einsparungen auf der Kälteseite, da moderne Flüssigkeitskühlsätze heute Leistungszahlen im Teillastbereich von 9 und darüber aufweisen. Eine besondere Bedeutung kommt dem Gewerke übergreifend operierenden Gebäudeautomationssystem zu.