Universitätsklinikum Heidelberg

Der Kunde

Beim Universitätsklinikum Heidelberg geht die für die Gebäudebewirtschaftung zuständige "Hauptabteilung 3, Technik und Gebäudewirtschaft", kurz HA3, seit einigen Jahren neue Wege und sanierte in Zusammenarbeit mit spezialisierten Fachfirmen u.a. die Lüftungsanlagen im Versorgungszentrum Medizin und in der Kopfklinik in eigener Regie. Dadurch konnten finanzielle Mittel eingespart, höhere Energieeinsparerfolge erzielt und die Position der HA3 gestärkt werden.

Die Aufgabe

Bislang war es am Universitätsklinikum üblich, alle Modernisierungsmaßnahmen (Investitionsprojekte) ab einer bestimmten Investitionssumme dem Universitätsbauamt (UBA) zu übertragen. Die Mitarbeiter von HA3 hatten im gesamten Procedere nur beratende Funktion, obwohl sie die von ihnen seit Jahrzehnten betriebenen Anlagen bestens kennen. Mit der Umbaumaßnahme der 18 Jahre alten Lüftungsanlagen im "VZM", Versorgungszentrum Medizin, (Apotheke, Sterilisation, Wäscherei, Technik/Lager, Küche, Reserveanlage für Störfall) wurde die klassische Arbeitsteilung zwischen Klinikum, Hauptabteilung 3, Unibauamt, externen Planern und ausführenden Gewerken erstmals bei einem Auftrag dieser Größenordnung auf eine neue Basis gestellt und direkt durch die Mitarbeiter der HA3 geplant, ausgeschrieben und zusammen mit drei Fachunternehmen umgesetzt. Vorrangig war hier der Wunsch nach einer Verbesserung der HLK-Regelungen sowie Steigerung des Automatisierungsgrades bei den Gebäudeprozessen, verbunden mit einer Senkung der Betriebskosten und Verbesserung der Verfügbarkeit. In diesem Zusammenhang wurden auch die noch vorhandenen pneumatischen Regelungen ersetzt, was zu einer erheblichen Reduzierung der Luftkompressorleistung führt. Der Austausch von Altgeräten/Altsystemen sollte bei laufendem Klinikbetrieb reibungslos durchgeführt werden. Nicht zuletzt ging es aber auch darum, die Fachkompetenz der Hauptabteilung stärker in das Bewusstsein des Universitätsklinikums bzw. dessen übergeordneter Verwaltung zu rücken.

Die Lösung

Siemens überzeugte mit einem Komplettangebot über die Erneuerung der Ventilatoren, den Einbau von DDC-Anlagen sowie neuer Schaltschranktechnik. Bei ohnehin notwendigen Sanierungen von HLK-Anlagen wird die dazugehörige Automations- und Feldebene - wo immer es notwendig ist - durch Siclimat X-Automationsstationen ersetzt und auf übergeordnete Managementebene geschaltet.

Der Nutzen

Mit dem Aufbau eines offenen Gebäudeautomationssystems wurden zugleich die Weichen für eine zeitgemäße Gebäudebewirtschaftung gestellt. Das Engagement der HA3-Mitarbeiter stoppte nicht nur den Trend zur Fremdvergabe von Dienstleistungen, sondern lieferte auch den Nachweis, dass durch die profunden Anlagenkenntnisse der Mitarbeiter in Kombination mit dem Know-how von externen Spezialisten weit höhere Einsparungen erzielt werden können. Die Einsparungen an Betriebs- und Energiekosten wurden durch fundierte Zahlen belegt, beispielsweise 30 % Energieeinsparung beim VZM. Auch der zeitliche Ablauf der Umbaumaßnahmen überzeugte: Zwischen Vergabe/Auftragserteilung und Fertigstellung der Umbaumaßnahme lagen gerade mal acht Monate.