Siemens-Manufacturing-Karlsruhe

Kunde

Siemens- Manufacturing-Karlsruhe

Der Siemens-Industriepark Karlsruhe ist mit 280.000 m2 Fläche und 4.500 Beschäftigten der fünftgrößte Standort des Konzerns. Unter anderem werden hier Komponenten für das Siclimat-XGebäudeautomationssystem hergestellt. Genau mit dieser Technologie wurde in Verbindung mit einer Simatic-S7-Steuerung in einer Pilotanlage das neue Regelungsverfahren „Variable Control Strategy“ getestet. Es senkt die laufenden Betriebskosten um rund 10 Prozent – ohne weitere Umbaumaßnahmen.

Aufgabe

In der Elektronikfertigung des Siemens- Werks Manufacturing-Karlsruhe muss die Temperatur stets zwischen 20 und 25 Grad liegen, bei einer Luftfeuchtigkeit von 30 bis 55 Prozent. Deshalb resultieren mehr als 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs der Produktion aus der aufwändigen Klimatisierung. Hier galt es weitere Optimierungspotenziale zu erschließen und die Kosten zu senken.

Lösung

Das neue Regelungsverfahren „Variable Control Strategy“ (VCS) basiert auf den heute bei Mischluft- / Wärmerückgewinnungssystemen üblichen fünf Regelungsstrategien: Enthalpie, absolute Feuchte, Raumtemperatur, minimale Außenluft und maximale Außenluft. Konkret wählt der VCS-Regler die jeweils kostengünstigste Strategie in Abhängigkeit zu temperatur- und feuchtebedingten Lastveränderungen im Raum, der Wetterentwicklung sowie von unterschiedlichen tages- oder lastabhängigen Tarifen (Smart-Grid-Funktionen) für Wärme und Strom. Dadurch ergeben sich in Zukunft erweiterte Optionen zur Kosteneinsparung ohne zusätzliche Investitionen.

Kundennutzen

Die Betreiber von Vollklimaanlagen mit Mischluftklappen-Energierückgewinnung und Siclimat-X-Gebäudeautomation können ihre Energiekosten durch das Einspielen der VCS-Regelungssoftware für Simatic-S7-Steuerungen ohne weitere Umbaumaßnahmen gegenüber konventionellen Regelungsstrategien um rund zehn Prozent senken.