BMW Gebrauchtwagenzentrum München

Der Kunde

Durch den Bau eines Gebrauchtwagenzentrums im Münchner Stadtteil Fröttmaning wollte sich BMW zunächst nur Entlastung für bereits vorhandene Verkaufsflächen in der BMW-Hauptniederlassung verschaffen. Für die unmittelbare Nachbarschaft änderte sich durch den Bau der Allianz Arena zur Fußballweltmeisterschaft 2006 die Situation schlagartig. Das zunächst ohne besondere Finessen geplante Gebäude wurde deshalb noch während der Bauphase zum Event-Gebäude hochgetuned. Ein Novum: Der rund 250 m lange Glasbau wird zum größten Teil über die RWA Anlagen Rauch- und Wärmeabzugsanlagen belüftet und gekühlt. Die Voraussetzung dafür schafft ein modernes Gebäudeautomationssystem.

Die Aufgabe

Anstatt die Gebrauchtfahrzeuge wie in einem Parkhaus anzuordnen, entschied sich der Bauherr für eine repräsentative Ausstellungsebene im Erdgeschoss mit großzügigem Empfang, Cafeteria und BMW-Shop. Im 1. Obergeschoss bestimmen so genannte Verkaufsboxen sowie Büros für die Verwaltung einen Teil der Stockwerksfläche. Im Hinblick auf die Aufwertung des gesamten baulichen Umfeldes wurde dem Gebrauchtwagenzentrum kurzerhand noch ein Neuwagen-Showroom angegliedert.

Schon bei einer überschlägigen Kühllastberechnung während der Vorplanung stellte sich heraus, dass der Verzicht auf raumlufttechnische Anlagen bzw. auf Einrichtungen zur Gebäudekühlung in dem rundum verglasten Gebäude zu unzumutbar hohen Raumtemperaturen führen wird. Eine Gebäudesimulation durch einen externen Berater bestätigte, dass sich insbesondere in der Übergangszeit durch die Nord-Süd-Ausrichtung des Gebäudes Raumtemperaturen von 30 °C und mehr einstellen können.

Die Lösung

Auf Empfehlung des TGA-Fachplaners entschied sich der Bauherr des Gebäudes für das Gebäudeautomationssystem Desigo von der Building Technologies DIvision von Siemens. Von vier in die engere Wahl gezogenen Fabrikaten entsprach Desigo am ehesten den Anforderungen des geänderten Gebäudekonzeptes, aber auch dem Wunsch des Nutzers nach möglichst geringem personellen Aufwand zur Bedienung der gebäudetechnischen Anlagen.

Die Entscheidung für Desigo war in sofern von Vorteil, da das weitgehend nichtklimatisierte Gebäude im laufenden Betrieb raumklimatisch noch "hochgetuned" werden musste. Dabei erwiesen sich insbesondere die neuen PX-Automationsstationen mit BACnet-Kommunikation als eingebaute "native" Geräteeigenschaft als äußerst flexibel bei der Abstimmung der klassischen HLK-Anlagen mit den Kühl- und Lüftungsfunktionen der "zweckentfremdeten" RWA-Anlagen.

Der Nutzen

Dieses "Raumklima-Tuning" des Gebäudes hat seine Feuerprobe im Jahrhundertsommer 2003 bestens bestanden. Trotz Außentemperaturen von bis zu 40 °C konnte die Innenraumtemperatur bei maximal 26 °C stabilisiert werden.