Gaslöschanlage im GKSS-Forschungszentrum Geesthacht

Der Kunde

„Wissen schafft Nutzen“ – unter diesem Leitsatz leistet das GKSS-Forschungszentrum am Standort Geesthacht bei Hamburg seit über fünf Jahrzehnten naturwissenschaftliche Grundlagenforschung. Unter dem Dach der größten deutschen Wissenschaftsorganisation, der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, verbinden die GKSS-Experten dabei wissenschaftliche Erkenntnisse mit konkreten Nutzungsoptionen für Gegenwart und Zukunft.

Die Aufgabe

Besondere Anforderungen stellen in diesem Zusammenhang Laborbereiche, in denen mit leicht brennbaren Stoffen gearbeitet wird. Einen solchen Bereich nutzt das Institut für Polymerforschung. In dieser Einrichtung des GKSS-Forschungszentrums werden Membranen und Verfahren für umwelt- und ressourcenschonende Anwendungen in der chemischen Prozesstechnik und für die Brennstoffzellen-technik entwickelt. Für Labor-Experimente kommen dabei beispielsweise leicht entzündliche technische Gase wie Ethylenoxid und Butadien zum Einsatz.

Die Lösung

Die Löschung erfolgt über eine Gaslöschanlage Sinorix N2 von Siemens. Sie besteht zum einen aus einer Löschsteuerzentrale mit verschiedenen Folgeschaltungen.Die Voraussetzung für eine automatische Löschung bildet eine schnelle und sichere Branddetektion. Deshalb wurden die bestehenden Punktmelder im Labor so angepasst bzw. ergänzt, dass sie nun eine Zwei-Melder-Abhängigkeit ermöglichen.Nach der sicheren Detektion eines Brandes startet der Löschvorgang mit der automatischen Alarmierung der Umgebung.Als Löschmittel kommt Stickstoff (N2) zum Einsatz. Das Naturgas ist preiswerter und leichter verfügbar als synthetische Produkte. Darüber hinaus ist Stickstoff Bestandteil der Umgebungsluft und wirkt als solcher umweltneutral. Bei der Löschung wird das Gas über Düsen in den Löschbereich eingebracht, wo es den Luftsauerstoff bis zum Erlöschen des entstehenden Feuers verdrängt.

Der Nutzen

Laborbereiche mit sensiblen Substanzen verlangen nach besonders leistungsfähigen Brandschutz-Lösungen. Für das Institut für Polymerforschung des GKSS-Forschungszentrums in Geesthacht hat Siemens ein Konzept entwickelt, das Detektionssicherheit mit einer automatischen Stickstoff-Gaslöschanlage kombiniert. Das komplexe System erfüllt sämtliche gültigen Normen und Vorgaben. Damit erfüllt es auch die hohen Ansprüche an die technische Infrastruktur in der Spitzenforschung.